Nun wurde drei Jahre an diesem Projekt gearbeitet. ALKIS ist in Bremen offiziell eingeführt, damit ist das Projekt aber noch nicht abgeschlossen. Es müssen noch diverse Arbeiten durchgeführt werden, bis dann wirklich der Echtbetrieb anläuft. Der Rest des Jahres wird noch eingeplant, so das im neuen Jahr die erste Fortführung durchgeführt wird. Die Nachmigrationsarbeiten sind für einen Zeitraum von weiteren drei Jahren anvisiert.
Hier die Pressemitteilung:
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Das Liegenschaftskataster wird effizienter und kundenfreundlicher
Verwaltungsmodernisierung live – ALKIS®
12.12.2014
Das Land Bremen hat den bedeutendsten Meilenstein der
Vermessungsverwaltungen der vergangenen 20 Jahre erreicht. Die
Umstellung auf das bundesweite einheitliche System ALKIS® (Amtliches
Liegenschaftskatasterinformationssystem) ist abgeschlossen und das
System startete heute (12.12.2014). Erstmalig ist es mit ALKIS® möglich,
die Geobasisdaten beider Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven in einem
einheitlichen Landessystem zu integrieren und gemeinsam zu führen. Rund
7 Millionen Objekte wie Flurstücke, Gebäude, Nutzungsarten und
Eigentümerinformationen wurden aus teilweise redundanten "Datentöpfen"
in ALKIS® zusammengeführt. Die Strategie einer Landeslösung statt
lokaler Einzellösungen ist ein wesentlicher Beitrag auch zur bremischen
Haushaltskonsolidierung. Synergien nutzen, Kompetenzen bündeln sowie
IT-Strukturen optimieren sind die Kerngedanken der Umsetzung gewesen.
"Hieraus ergeben sich nicht nur wesentliche Erleichterungen für die
Nutzerinnen und Nutzer sondern dieses System ist ein wesentlicher
Beitrag für den Aufbau einer europaweit einheitlichen
Geodateninfrastruktur", sagte Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther
anlässlich der Einführungsveranstaltung in der Arbeitnehmerkammer vor
rund 150 Gästen und Beschäftigten der Vermessungs- und
Katasterverwaltung des Landes Bremen. "Dieses ist unerlässlich, um
Veränderungen in einer Stadt oder einem Land sowohl zu dokumentieren als
auch zu planen." Ein leistungsfähiges, aktuelles Liegenschaftskataster
ist eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Standorte
Bremerhaven und Bremen sowie für eine bürgernahe Verwaltung.
Wie wichtig die Aktualität von Geobasisdaten für eine Kommune ist,
verdeutlichte die Stadtbaurätin Dr. Jeanne-Marie Ehbauer aus
Bremerhaven: "Bei der Frage, wie verdichtet das Stadtgebiet an welchen
Stellen ist und ob es noch Potenziale für eine Nachverdichtung gibt,
können die Katasterdaten in Kombination mit anderen Geofachdaten
wertvolle Erkenntnisse liefern." So fließen Flurstücke, Nutzungsarten,
der Gebäudebestand und die baurechtlichen Festlegungen der
Bebauungspläne in die Auswertungen ein und zeigen strukturiert
Entwicklungspotentiale im Stadtgebiet auf.
"Wie diese Einführung
gemeistert wurde, macht mich stolz auf die bremische Verwaltung", sagte
Iris Reuther. In nur drei Jahren ist die Verfahrenslösung in Bremen
entwickelt und eingeführt worden. In anderen Bundesländern haben diese
Prozesse wesentlich größere Zeiträume beansprucht. Bedingt durch die
enge Zusammenarbeit der beiden katasterführenden Stellen im Land Bremen
konnten viele Prozesse auf "kurzem Wege" abgestimmt und durchgeführt
werden. "Diese enge Kooperation werden wir im Sinne des Bürgers und der
bremischen Sparmaßnahmen weiter fördern", bestätigten beide Leiter der
Dienststellen, Ulrich Gellhaus und Marco Kewes.
Ansprechpartner für weitere Fragen
Bremen:
Ulrich Gellhaus
GeoInformation Bremen
Landesamt für Kataster - Vermessung - Immobilienbewertung - Informationssysteme
Direktor
Lloydstraße 4, 28217 Bremen
Tel.: 0421 361-4646; Fax: 0421 361-2295
E-Mail:
ulrich.gellhaus@geo.bremen.de
Internet:
www.geo.bremen.de
Bremerhaven:
Marco Kewes
Vermessungs- und Katasteramt
Fährstraße 20, 27568 Bremerhaven
Tel.: 0471 590-3015; Fax: 0471 590-2078
E-Mail:
marco.kewes@magistrat.bremerhaven.de
Internet:
www.bremerhaven.de/buergerservice/aemter-einrichtungen/stadtverwaltung/magistratskanzlei/